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 | Info Beizen von Edelstahl |
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Arbeiten mit RITTER-Beizmitteln
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Gebeizte Teile
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RITTER Edelstahl-Badbeize
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- Fertigmischung VA 10 - Konzentrat 1:1 VA 15 - Konzentrat 1:2 VA 20 Gebindegröße 30 kg – 200 kg – 1000 kg
Anwendungsbereich RITTER Edelstahl-Badbeize für Tauch-, Berieselungs- und Umwälzverfahren. Entfernt Anlauffarben, Verzunderungen, organische Verunreinigungen sowie Fremdoxide auf Edelstahloberflächen und Schweißnähten in einem Arbeitsgang.
Gebrauchsanweisung Die Tauchbeize wird gebrauchsfertig oder als Konzentrat geliefert. Das Konzentrat wird 1:1 oder 1:2 mit Wasser angesetzt. Die optimale Behandlungszeit richtet sich nach Temperatur, Werkstoff und Oberflächenbeschaffenheit. Richtwerte für Beizzeiten: 30-60 Minuten. Längere Einwirkzeiten bei Sonderwerkstoffen: im Handversuch ermitteln oder bei RITTER nachfragen.
Schutzmaßnahmen - säurefeste Handschuhe - eine Schutzbrille - ein Paar säurefeste Stiefel - ein säurefester Overall
Hinweis: Als besonderen Service für unsere Kunden bieten wir kostenlos eine analytische Überwachung des Beizbades an.
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RITTER Edelstahl-Sprühbeize
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VA 25 – VA 26 – VA 27
Verbrauch 1 kg für 4-5 qm
Gebindegröße 10 kg – 20 kg – 30 kg Auf Wunsch mit Indikator lieferbar
Anwendungsbereich Transparente Beize zum Versprühen auf Edelstahloberflächen sowie Schweißnähten in einem Arbeitsgang. Hinterläßt eine helle, metallisch reine Oberfläche. Entfernt Anlauffarben, Verzunderungen, organische Verunreinigungen und Fremdoxide.
Gebrauchsanweisung: Produkt gut schütteln! Gleichmäßig auf die Edelstahloberfläche auftragen und je nach Werkstoff und Temperatur 30-90 Min. einwirken lassen. Anschließend intensiv mit Hochdruckwasser (150 bar) abspülen, bis das ablaufende Wasser neutral ist. Nicht unter Sonne oder starker Hitze bearbeiten.
Schutzmaßnahmen - säurefeste Handschuhe - eine Schutzbrille - eine Schutzmaske - ein Paar säurefeste Stiefel - ein säurefester Overall - Örtl. Abwasservorschriften beachten!
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RITTER Edelstahl-Beizpaste
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Bezeichnung
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VA 30
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VA 31
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VA 32
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Material
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1.4301, 1.4401,1.4571
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1.4401, 1.4439,1.4571
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1.4301, 1.4401, 1.4571
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Ergiebigkeit
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150 - 250 lfm/kg
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120 - 250 lfm/kg
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150 - 250 lfm/kg
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Kontaktzeit
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30 - 120 min
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20 - 80 min
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10 - 50 min
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Hinweis
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für nieder-legiertes Material
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löst die meisten Beizprobleme
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wenn es eilt oder bei tiefen Temperaturen
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Gebindegröße - 2 kg , 6 kg
Anwendungsbereich Die RITTER Beizpasten entfernen mühelos Verzunderungen und Anlauffarben in Schweißnaht- und Wärmeeinflußbereichen. Sie entfernen außerdem Fremdrost und Fremdferrite an Edelstahlwerkstoffen. RITTER Beizpasten sind frei von Salzsäure und Chloriden.
Gebrauchsanweisung Vor dem Beizen muß die Schweißnaht von Schlackenresten und groben Verunreinigungen gereinigt werden. Anschließend wird die RITTER Beizpaste mit einem säurefesten Pinsel deckend auf die zu beizenden Anlauffarben und Verzunderungen aufgetragen. Die Kontaktzeit beträgt je nach Verschmutzungs- oder Verzunderungsgrad bei Edelstahlwerkstoffen (z.B. 1.4301) 10-60 Min. Bei höher legierten Stählen kann sie bis 120 Min. betragen. Die Einwirkzeit für Buntmetalle oder andere Werkstoffe ist vom Anwender durch Vorversuche zu bestimmen. Mit kaltem Wasser bei 150 bar abspülen.
Schutzmaßnahmen - säurefeste Handschuhe - eine Schutzbrille - in engen geschlossenen Räumen eine Schutzmaske - Örtl. Abwasservor- schriften beachten!
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RITTER Edelstahl-Flächenreiniger
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VA 35, VA 35 F
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RITTER Spezial-Fleckenentferner
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VA 36 Verbrauch 1 kg für 10-15 qm Gebindegröße 5 kg – 10 kg – 30 kg
Anwendungsbereich Zur Reinigung von Edelstahloberflächen, Aluminium und Buntmetallen. Entfernt organische Verschmutzungen und leichten Flugrost. Das Resultat ist eine metallisch reine, aufgehellte Oberfläche.
Gebrauchsanweisung Im Sprüh-, Tauch- oder Handverfahren zu verarbeiten. Die Einwirkzeit beträgt 30-60 Min. bei Edelstählen und 10-30 Min. bei Aluminium und Buntmetallen. Anschließend ist die Lösung mittels Hochdruckwasser gründlich abzuspülen.
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RITTER Passivierung
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VA 44
Verbrauch 1 kg für 20 qm
Gebindegröße 5 kg 30 kg
Anwendungsbereich Die Passivierungslösung wird nach dem Beizen im Sprüh- oder Tauchverfahren angewendet, um die schützende Passivschicht (Chromoxid-Schicht) sofort auszubilden.
Gebrauchsanweisung Im Sprüh-, Tauch oder Handverfahren zu verarbeiten. Die Einwirkzeit beträgt 15-30 Minuten. Anschließend ist die Lösung mittels Hochdruckwasser gründlich abzuspülen.
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RITTER Neutralisationspaste
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VA 55
Verbrauch 1 kg Paste 80 – 120 m Schweißnaht
Gebindegröße 6 x 1,5 kg
Anwendungsbereich Die Neutralisationspaste ist ein alkalischer Stoff zum Neutralisieren von sauren Beizprodukten oder Abwässern.
Gebrauchsanweisung: Produkt gut schütteln! Nach Beendigung des Beizvorganges gleichmäßig dick auf die mit Beizpaste benetzten Schweißnähte auftragen. Mittels Hochdruckwasser abspülen.
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BEIZEN SCHÜTZT EDELSTAHL
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Kurztechnologie zur chemischen Oberflächenbehandlung von Edelstählen
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Zweck
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Die Edelstähle verdanken ihre Korrosionsbeständigkeit einer mikroskopisch dünnen oxidischen Schutzschicht, der sogenannten Passivschicht. Voraussetzung für die Bildung einer fehlerfreien und wirksamen Passivschicht ist eine saubere, metallisch reine Oberfläche. Zweck der chemischen Oberflächenbehandlung, d.h. des Beizens ist es, Verunreinigungen (Schweißzunder, Oxidschichten, Anlauffarben, Fremdrost und durch die mechanische Bearbeitung in die Oberfläche eingepreßte metallische Bestandteile) und Oberflächenstörungen, z.B. organische Verunreinigungen, die die Ausbildung einer einwandfreien Passivschicht verhindern, zu beseitigen.
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1. Vorbereitung
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Die in der Produktion fertiggestellten Bauteile werden in die Beizerei geliefert. Dort werden sie für den chemischen Beizvorgang vorbereitet. Dieser Vorgang beschränkt sich in der Regel auf ein Entfernen von Öl, Fett, Anstrich- und Klebstoffresten durch Aufsprühen eines Entfettungsmittels. Das flüssige Entfettungsmittel besteht im wesentlichen aus Tensiden und Lauge (siehe EG-Sicherheitsdatenblatt). Das Entfettungsmittel wird mittels einer Druckluftpumpe oder über Chemie-by-pass am Hochdruckgerät aufgesprüht. Nach einer Einwirkzeit von wenigen Minuten wird der Entfetter mit einem Hochdruckgerät abgespült.
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2. Beizen
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2.1 RITTER Beizpaste
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RITTER Beizpaste entfernt Anlauffarben und Verzunderungen im Schweißnaht- und Wärmeeinflußbereich sowie Fremdrost. Schweißschlackenreste sind vorher zu entfernen. Die RITTER Beizpaste ist vor Gebrauch gut aufzurühren und mit einem Beizpinsel gleichmäßig und gut deckend auf die zu beizenden Bereiche aufzutragen. Nach Gebrauch ist das Behältnis zu verschliessen. Mit 1 kg RITTER Beizpaste können in Abhängigkeit vom Verzunderungsgrad 80-150 lfm Schweißnaht behandelt werden. Die Einwirkzeiten betragen in Abhängigkeit vom Verzunderungsgrad bei Edelstahlwerkstoffen - unstabilisiert (z.B. 1.4301) 10 - 60 Minuten - stabilisiert (z.B. 1.4571) 30 - 120 Minuten Anschließend ist sorgfältig mit Wasser abzuspülen. Hartnäckiger, aber gelöster Zunder kann mit Edelstahldrahtbürsten oder mit einem Hochdruckreinigungsgerät entfernt werden. Eine einfache Neutralisation der RITTER Beizpaste kann mit der RITTER Neutralisationspaste durchgeführt werden.
Hinweise: Die R- und S-Sätze auf den Gebindeetiketten sind unbedingt zu beachten.
Die RITTER Beizpasten enthalten keine Salzsäure oder Chloride!
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2.2 RITTER Sprühbeize
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Die RITTER Sprühflächenbeize reinigt Oberflächen und beseitigt Anlauffarben und Schweißzunder in einem Arbeitsgang. Durch die Beimischung des Indikators ist der Einsprühvorgang gut kontrollierbar und ein gleichmäßiges Auftragen des Gels gewährleistet.
Der Indikator verhindert beim Beizen optimal das Entstehen giftiger, nitroser Gase, bewirkt eine Entfettung der Oberfläche und verhindert die Nitritbildung im Abwasser. Vor Verwendung der RITTER Sprühbeize ist der Indikator beizumischen. Er wird mengengerecht portioniert mitgeliefert. Ein Beutel Indikator wird der RITTER Sprühbeize im Originalgebinde zugegeben. Dann das Gebinde kräftig durchschütteln und die Homogenisierung nach ca. 5 Min. wiederholen.
Die so vorbereitete RITTER Sprühbeize ist nun mit einer Sprühanlage bei einem Arbeitsdruck von 3-6 bar gleichmäßig auf die Flächen aufzutragen. Die Ergiebigkeit liegt bei 2-5 qm pro kg RITTER Sprühbeize. Die Einwirkzeiten liegen in Abhängigkeit vom Verzunderungsgrad bei 30-90 Minuten, wobei längere Einwirkzeiten unbedenklich sind. Nach Beendigung der Beizung ist die Sprühflächenbeize sorgfältig mit einem Hochdruckreinigungsgerät abzuspritzen. Der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt bei ca. 15 l/qm. Der Arbeitsdruck muß mindestens 130 bar betragen!
Nachtrag: - Nach Beendigung des Sprühbeizens das Sprühgerät säubern.Die im Sprühschlauch enthaltene Sprühbeize in das Gebinde zurückpumpen. Sprühanlage mit Wasser so lange spülen, bis klares Wasser ausgetragen wird.- Restwasser in der Pumpe durch Drehen derselben ausgießen. Leere Gebinde mit Wasser so ausspülen, daß Indikatorfarbe beseitigt wird.
Hinweise: - Um ein gleichmäßiges Versprühen der RITTER Sprühbeize zu erreichen, sollte der Sprühabstand vom Objekt ca. 50 cm betragen. - Beim Abspritzen der Beize mit Hochdruckwasser sollte zuerst die Fläche mit der Breitstrahldüse quantitativ neutral gespült, dann die Schweißnahtbereiche mit der Rundstrahldüse und minimalstem Abstand nachgereinigt werden. - Die R- und S-Sätze auf den Gebindeetiketten sind zu beachten. - Die Neutralität der gespülten Oberflächen sollte mit Indikatorpapier nachgeprüft werden. - Zum Spülen ist Wasser mit Trinkwasserqualität zu verwenden. Wenn der Auftraggeber das Spülen mit chloridfreiem Wasser fordert, ist vollentsalztes Wasser, sauberes Kondensat oder Destillat zu verwenden.
Die RITTER Sprühbeizen enthalten keine Salzsäure oder Chloride!
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2.3 RITTER Badbeizen
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Das Beizgut wird mittels eines mobilen Lastenträgers – in der Regel ein Hallenkran – in das Tauchbecken gegeben (größere Teile einzeln, kleinere in PVC-Körben). Das Beizbecken ist befüllt mit einer Mischung aus Flußsäure, Salpetersäure und Tensiden (siehe EG-Sicherheitsdatenblatt). Nach der erforderlichen Kontaktzeit – je nach Verschmutzungsgrad und Werkstoffqualität verschieden, in der Regel jedoch zwischen 30-120 Min. – wird das Beizgut dem Becken entnommen. Das gebeizte Bauteil wird nun zum Waschplatz in der Beizhalle transportiert. Dort werden mittels Hochdruckgerät die an der Oberfläche verbliebenen Beizbadreste abgespült. Das Abspülen der Oberfläche ist ein sehr wichtiger Arbeitsgang nach dem Beizen. Nur durch sorgfältiges Abspülen kann eine neutrale, metallisch reine, rückstandsfreie Oberfläche erzielt werden. Die Neutralität der gespülten Oberfläche sollte mit Indikatorpapier überprüft werden. Es entsteht eine helle, metallisch reine Oberfläche. Nun kann der Passivierungsprozeß beginnen.
Hinweis: Die R- und S-Sätze auf den Gebindeetiketten sind zu beachten!
Die RITTER Beizbad-Produkte enthalten keine Salzsäure oder Chloride!
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3. Passivieren
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Die Eigenpassivierung der gebeizten Edelstahloberflächen durch Reaktion mit dem Luftsauerstoff kann in Abhängigkeit von den mikroklimatischen Umgebungsbedingungen über einen Zeitraum von mehreren Tagen verlaufen. Um diesen Prozeß zu verkürzen, wird eine Passivierungslösung, zusammengesetzt aus oxidierenden Säuren oder Salzen (siehe EG-Sicherheitsdatenblatt), auf die Edelstahloberfläche aufgesprüht.
In dieser Zeit unterliegen die Werkstoffe äußeren Einflüssen. Es können lokale oder flächenhafte Korrosionserscheinungen (Rotrostbildung) auftreten. Es ist deshalb sinnvoll, die sofortige Ausbildung der Passivschicht durch den Auftrag der RITTER Passivierung zu bewirken. Nach einer Kontaktzeit von ca. 30 Min. hat sich die schützende Passivschicht (Chromoxidschicht) gebildet. Anschließend wird die Lösung mittels Hochdruckgerät gründlich abgespült. Der Arbeitsgang - chemisches Edelstahlbeizen im Tauchverfahren – ist beendet. Die Bauteile stehen zur weiteren Verwendung bereit.
Der Auftrag der Passivierung erfolgt bei kleineren Flächen mittels Pinsel, bei größeren Flächen mit dem Sprühgerät. Die Ergiebigkeit liegt bei 8-10 qm/kg. Nach einer Kontaktzeit von mindestens 30 Minuten ist mit sauberem Wasser abzuspülen.
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4. Ausrüstung einer Beizerei
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Die aggressiven Medien, mit denen in einer Beizerei gearbeitet wird, erfordern einen entsprechend resistenten Fußbodenbelag. In der Regel besteht dieser aus Epoxid-Kunststoffharzen. Mehrfach wird durch die Betreiber einer Beizerei der Fußboden auch in Form einer geschlossenen, dichtgeschweißten Edelstahlwanne abgedeckt. Der Fußboden in einer Beizerei, gleichgültig welcher Ausführung, muß mit Ablauföffnungen und Rinnen versehen sein, um den Abfluß der sauren und mit Schwermetall belasteten Abwässer in einen entsprechend groß bemessenen und ebenfalls säurebeständig ausgekleideten Pumpensumpf zu gewährleisten.
Um die sauren Abwässer – vor der Einleitung in die Kanalisation oder Vorfluter – zu neutralisieren und die beinhaltenden Schwermetalle auszufällen, muß eine Abwasseraufbereitungsanlage installiert werden. In den meisten Fällen bedient man sich hierfür einer Chargenneutralisations- oder einer Abwasserdestillationsanlage. Die in einer Beizerei entstehende säurebelastete Luft wird durch einen entsprechend der Raumgröße erforderlich dimensionierten Radialventilator abgesogen und vor der Abgabe an die Atmosphäre über einen Abgaswäscher gefahren und gereinigt. Die für das Tauchbeizen benötigten Becken bestehen in der Regel aus HD-PE, sind doppelwandig und aus Sicherheitsgründen mit einer starken Armierung versehen.
Am Beckenrand ist auf einer Längsseite ein Absaugkanal installiert, der an die Saugleitung des Radialventilators angeschlossen ist. Ein Deckel auf dem Beizbecken verhindert größtenteils den Austritt der entstehenden Gase. Zum Sprühbeizen werden in der Regel Niederdruckpumpen mit einem Arbeitsdruck von 3-4 bar eingesetzt. Zum Spülen und Reinigen des Beizgutes werden elektrisch betriebene Hochdruckreinigungsgeräte mit einem Arbeitsdruck bis 160 bar eingesetzt. Als Anschlagmittel für schweres Beizgut verwendet man starke Hanfseile oder Nylon-Tragegurte.
Mehrere Frischwasseranschlüsse sind in der Beizerei erforderlich. Zur Sicherheitsausrüstung im Beizraum zählt ein Abgaswäscher mit einem Radialventilator, der eine 10fache Luftumwälzung der vorhandenen Raumluft pro Stunde gewährleistet. Durch entsprechend große Fensteröffnungen ist für eine ausreichende Frischluftzufuhr zu sorgen. Des weiteren gehört eine Notdusche zu den wichtigen Ausrüstungsgegenständen einer Beizerei. Eine ERSTE-HILFE-STATION, ausgestattet mit genügend Augenspülflüssigkeit gehört zu der Sicherheitsausrüstung. Zur direkten Sicherheitsausrüstung des Werkers gehören säurefeste Kleidung, säurefeste Handschuhe, säurefestes Schuhwerk, Gesichtsschutz, Schutzbrille und Atemschutz. Zum Atemschutz gehören ausreichend Ersatzfilter.
Ohne die hier aufgeführte Sicherheitsausrüstung darf kein Mitarbeiter Beizarbeiten durchführen!
Ein Sicherheitsmerkblatt und die von der Berufsgenossenschaft vorgeschriebenen Warnschilder mit allen erforderlichen Hinweisen sind vom Betrieber der Beizerei in Aushang zu bringen. Regelmäßige Sicherheits-belehrungen sind durchzuführen.
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5. Abwasserneutralisation
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Die Einleitung von Beizabwässern in die Kanalisation oder denVorfluter ist nur nach Neutralisation und Ausfällung der Wasserinhaltsstoffe gemäß der geltenden zentralen oder örtlichen Verwaltungsvorschriften zum Wasserhaushaltsgesetz zulässig. Es ist deshalb eine entsprechende Abwasseraufbereitung erforderlich. Bewährt hat sich die Neutralisation und Ausfällung der Wasserinhaltsstoffe mit 10 %iger Kalkmilch, die Filtration mit Ableitung des Klärwassers und die Entsorgung des abgepreßten oder luftgetrockneten, schwermetallhaltigen Schlammes durch eine zugelassene Firma. Um eine optimale Ausfällung der Wasserinhaltsstoffe (Fe, Cr, Ni und Fluoride) und Einstellung des Abwassers auf den zulässigen pH-Wert zu erzielen, sollte der pH-Wert auf 9,5 während des Neutralisationsvorganges eingestellt werden und die erreichbare quantitative Fällung durch entsprechende Bewegung der Flüssigkeit (Rühren oder Presslufteintrag) unterstützt werden.
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6. Sicherheitsempfehlungen
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Beim Umgang und bei der Verarbeitung von chemischen Produkten sind die in den produktspezifischen EG-Sicherheitsdatenblättern und die auf den Etiketten der Lieferbehälter angegebenen Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten! Ein Arbeiten ohne die vorgeschriebene Verwendung der Körper- und Atemschutzausrüstung ist zu unterbinden.
Die nachstehend aufgeführten Schutzartikel werden bei der Verarbeitung der RITTER-Beizprodukte benötigt:
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RITTER-Beizpaste
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RITTER-Sprühbeize
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RITTER-Badbeize
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säurefeste Handschuhe
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säurefeste Handschuhe
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säurefeste Handschuhe
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Schutzbrille
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Schutzbrille
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Schutzbrille
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Schutzmaske
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Schutzmaske
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säurefeste Stiefel
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säurefeste Stiefel
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säurefester Overall
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säurefester Overall
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Die am häufigsten gestellten Fragen auf einen Blick
Was ist mit der Neutralisation bzw. Entsorgung ? Anfallende Spülwässer müssen neutralisiert werden. Eine Entsorgungslösung ist von Fall zu Fall verschieden. Sie ist sowohl vom Produkt, den örtlichen Gegebenheiten als auch von den örtlichen Bestimmungen abhängig. Wir sind in Deutschland und vielen europäischen Ländern vertreten und haben auf diesem Gebiet sehr viel Erfahrung. Wir sind gern bereit, Sie bei Entsorgungsfragen zu beraten.
Wie steht es mit Arbeitsschutz ? Bei der Verarbeitung von RITTER-Beizprodukten, speziell RITTER Sprühbeize kommt es durch den Sprühnebel zu einer starken Belastung durch Säuredämpfe. Die unter Punkt 6 genannten Arbeitsschutzmaßnahmen sind unerläßlich. Rufen Sie uns an, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was geschieht mit der Passivschicht? Der Edelstahl verdankt seine Korrosionsbeständigkeit einer mikroskopisch dünnen oxidischen Schutzschicht, die sogenannte Passivschicht. Diese wird durch Schweißen, Löten, Biegen, Walzen, Beizen usw. zerstört. Die Eigenpassivierung dauert mehrere Tage. In dieser Zeit ist der Edelstahl ein leicht rostendes Material. Tritt er in diesen Tagen mit aggressiven Gasen oder Schleifstaub in Kontakt, ist die Korrosion nur durch Beizen zu beenden. Es ist deshalb sinnvoll, die sofortige Ausbildung der Passivschicht durch Auftragen einer Passivierungslösung zu bewirken.
Die Vorteile des Beizens gegenüber Schleifen oder Glasstrahlen ? Die beim Schweißen entstandenen Eigenferrite, die zur Korrosion führen, werden nur durch die Beize gelöst und von der Oberfläche weggewaschen. Bei einer mechanischen Bearbeitung werden diese Eigenferrite zum Teil in den Edelstahl hineingearbeitet und können dann nur noch schwer entfernt werden.
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RITTER Chemie GmbH & Co.KG Stendorfer Straße 3 - 27721 Ritterhude - Tel.: 04292 / 81 63-50 Fax: 04292 / 81 63-59 E-Mail: info@ritter-chemie.com
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